Planst du, eine Broschüre oder ein Magazin drucken zu lassen? Gute Idee, denn so kannst du deine Geschichte besonders schön verpacken. Bei uns gibt es übrigens keinen Unterschied zwischen einem Magazin oder einer Broschüre. Ein Magazin oder eine Broschüre können wir für dich kleben, heften oder mit Spiralbindung binden. Für welche Bindung du dich entscheidest ist eine Frage des Geschmacks, des Budgets, und deiner gewünschten Spezifikationen! In diesem Blog erzählen wir dir alles über geheftete Magazine oder Broschüren. Also lies schnell weiter.
Wann entscheidest du dich für ein geheftetes Magazin anstelle der Spiralbindung oder der Klebebindung?
Die Produktion eines gehefteten Exemplars ist etwas weniger arbeitsintensiv als die der anderen beiden, und daher etwas günstiger. Außerdem lässt sich diese Art Magazin etwas leichter öffnen als die geklebte Version. Eines ist sicher bei gehefteten Magazinen: Dein Druckwerk geht nicht unter. Besonders auf einem besonderen Papier ergibt das ein wunderschönes Ergebnis!
Wie funktioniert die Erstellung eines Magazins?
Kurze Info zum Start: Die Anzahl der Seiten von gehefteten Magazinen ist immer durch 4 teilbar. Warum 4? Beim Druck wird die Anzahl von Seiten nämlich auf Doppelbögen übertragen. Ein Bogen hat 2 Seiten. Und wenn du diesen dann faltest, entstehen 4 Seiten.
Angenommen, du möchtest ein Magazin mit 32 Seiten bestellen. Das bedeutet, dass dein Heft aus 8 Doppelbögen besteht (denn: teilbar durch 4). Diese 8 Bögen werden übereinander gestapelt, von der Maschine gefaltet und es kommen Heftklammern hinein. Dein sich entwickelndes Magazin sieht jetzt so aus:
Man sieht, dass die inneren Seiten herausragen. Um dies schön glatt zu machen, werden wir das Buchwerk zuschneiden. Das machen wir bei allen Arten von Druckwerken, um den überragenden Beschnitt wegzuschneiden, damit dein Druck schön bis zum Rand verläuft. Bei gehefteten Magazinen machen wir es zusätzlich, um dein Magazin gerade zu machen. Hier ein Beispiel, wie geschnitten wird:
Um das Magazin schön gleich zu machen, wird also ziemlich viel Papier abgeschnitten. Achte daher immer darauf, dass an den Schnitträndern genügend Platz ist. Du möchtest natürlich nicht, dass ein wichtiger Textteil oder ein Teil eines Bildes abgeschnitten wird. Aus demselben Grund empfehlen wir auch die Verwendung von Rahmen zu vermeiden. Die Wahrscheinlichkeit ist sonst groß, dass die Abstände zwischen Rahmen und Schnittkante nach dem Zuschnitt nicht auf beiden Seiten gleich groß sein werden. In diesem Blog erfährst du mehr über die Verwendung eines Rahmens.
Zu dicke Magazine
Je dicker dein Magazin wird, desto dicker wird der Stapel, der doppelt gefaltet wird. Das bedeutet, dass mehr Papier an der Innenseite geheftet und mehr Papier abgeschnitten werden muss. Geheftete Magazine können von 8 bis 60 Seiten bestellt werden. 60 Seiten sind dabei wirklich das Maximum. Wir empfehlen daher, das Papier in diesem Fall so dünn wie möglich zu wählen.
Ein zu dickes Magazin hat auch einen Nachteil. An der Seite der Heftklammern gibt es immer eine Art kleiner Wölbung. Je dicker das Magazin ist, desto größer wird diese Wölbung. Wenn du eine dicke Papiersorte mit vielen Seiten wählst, kann es sein, dass dein Heft nicht mehr geschlossen liegen bleibt. Es öffnet sich dann. Besonders wenn du ein kleines Format wie ein A6 wählst, ist dieser Effekt ziemlich präsent.
Möchtest du dennoch ein etwas dickeres Buch? Kein Problem, schau dir gleich alle unsere Optionen für Magazinen und Broschüren an. Damit du immer die richtige Wahl triffst. In diesem Blog erfährst du alles über die wichtigsten Unterschiede zwischen den Bindearten.
Panorama-Seiten
Noch ein Punkt, den du beachten solltest: Bei gehefteten Magazinen schließen Bilder die über den Bund hinweg reichen (also von der linken Seite zur rechten Seite) fast nie nahtlos an. Nur im Zentrum und auf dem Umschlag kannst du dir sicher sein.
Wenn du zum Beispiel ein Magazin mit 16 Seiten hast, dann kommen Seite 16 (Rückseite) und Seite 1 (Vorderseite) nebeneinander auf einem Bogen, und Seite 8 und 9 (Mitte des Buches) auch. Beide werden nämlich auf denselben Bogen gedruckt. Wenn du dir also Seite 2 und 3 ansiehst, dann ist Seite 2 auf demselben Bogen gedruckt wie Seite 1, wohingegen Seite 3 auf demselben Bogen wie Seite 14 gedruckt ist. Obwohl sie direkt nebeneinander liegen, stammen sie nicht vom gleichen Bogen. Zwischen disen Blättern entsteht beim Heften und/oder Schneiden immer eine minimale Verschiebung oder eine Wölbung der Seite, sodass Bilder oder Texte nie wirklich nahtlos ineinander übergehen. Ein Bild über mehrere Seiten laufen zu lassen, kann also funktionieren, aber wir raten eher davon ab. Aber sei ruhig eigensinnig, wenn du mit etwas Unterschied zwischen den Übergängen leben kannst ;)
Weißt du schon, wofür du dich entscheidest? So, weißt du schon, für was du dich entscheidest? Geheftet oder doch eher etwas Anderes? Oder bist du dir noch unsicher? Dann stöber doch gerne noch etwas in unseren Meisterwerken herum. Dort findest du viele schöne Beispiele. Und wenn du soweit bist, sieh dir hier alle Produkte an, die wir binden und brochieren.
Weitere Informationen
Brauchst du weitere Informationen zu gehefteten Magazinen und Bindungen? Dann nimm gerne Kontakt mit uns auf, wir helfen dir gerne weiter.
Über den Autor
Ferry von PeterPrint
Ferry ist Gründer und Inhaber von PeterPrint. Mit einer großen Leidenschaft für Grafikdesign und der Kraft von Automatisierung möchte er die Druckwelt verändern, indem er komplexe Produkte einfach macht und damit für alle Kreativelinge zugänglich. Sein Lieblingspapier? King: ein leicht raues Papier ohne viel Schnickschnack, aber perfekt geeignet für Folienprägung oder UV-Spotlack.
Mehr über Ferry